Firmen verbieten wegen Virus das Händeschütteln

Hier ein Bericht auf der Seite 20min.ch. Ist zwar nicht mein Logo, aber immerhin 😉

Niemandem mehr die Hand schütteln

Ausländische Experten fordern, dass dem Händeschütteln mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird. «Man sollte radikal vermeiden, anderen Menschen die Hände zu schütteln – egal in welcher Situation. Ich würde auch beruflich niemandem mehr die Hand geben», sagte Roger Vogelmann von der Uniklinik Mannheim zu Web.de. Wenn man draussen gewesen sei, solle man sich die Hände waschen und desinfizieren. «Ebenso jedes Mal, nachdem man sich ins Gesicht gefasst hat.» Auch John Oxford, emeritierter Professor für Virologie an der Queen Mary Universität in London, sagte zu BBC Radio 4, dass die Menschen aufhören sollten, sich die Hände zu oder Küsschen zu geben.
Das Bundesamt für Gesundheit kündigte am Dienstag nach dem Bekanntwerden des ersten Coronavirus-Falls in der Schweiz an, die Informationskampagne mit Hygienetipps zu verstärken. Ob dazu auch der Verzicht auf das Händeschütteln gehört, war am Dienstag beim Bund nicht zu erfahren. Auf der BAG-Seite über das Coronavirus heisst es, dass die «ausgeschiedenen Viren einige Stunden in winzigen Tröpfchen auf Händen oder Oberflächen überleben können».

https://www.20min.ch/schweiz/news/story/Firmen-verbieten-wegen-Virus-das-Haendeschuetteln-17068420

Lächeln statt Händeschütteln

Im Artikel in der Süddeutschen Zeitung wurde darauf hingewiesen auf das Händeschütteln zu verzichten:

Wegen des Coronavirus laufen die Sicherheitsmaßnahmen bei deutschen Messen auf Hochtouren. Verdachtsfälle gibt es noch keine, aber Einbußen schon.
….Lieber lächeln statt Hände schütteln, empfehlen etwa die Franken und verteilen Sticker mit dem Spruch “Shaking hands? Better give a smile”

 

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/coronavirus-laecheln-statt-haendeschuetteln-1.4809310

Intergasta und No-Hands

In diesem Bericht der Stuttgarter Nachrichten wird auch meine No-Hands Aktion erwähnt:

Chinesischer Aussteller in Stuttgart muss gehen Angst vor Corona erreicht Intergastra

Michael Weier,  19.02.2020 – 15:13 Uhr

 

Die anstehenden Messen haben eher nationalen Charakter

Wobei Roland Bleinroth in naher Zukunft auch keine potenzielle Gefahr sieht. „Bei den nächsten anstehenden Messen in Stuttgart handelt es sich zum größten Teil um Veranstaltungen mit einem nationalen Fokus“, sagt Bleinroth, sodass sich die Frage einer Beteiligung von Kunden aus China gar nicht stelle.

Trotz aller positiven Nachrichten bleibt die Messe bei ihren Vorsichtsmaßnahmen: Die Reinigungshäufigkeit in den Sanitärbereichen und auf dem gesamten Messegelände sei erhöht worden. An allen Eingängen sind außerdem zusätzliche Handdesinfektionsgeräte aufgestellt worden. Als Veranstalter, so Bleinroth, unterstütze die Messe zudem die aktuelle Kampagne „no hands“, bei der empfohlen wird, auf das Händeschütteln zu verzichten.

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.chinesischer-aussteller-in-stuttgart-muss-gehen-angst-vor-corona-erreicht-intergastra.72b0f590-2f61-4eb5-87bf-0c434c094e86.html

 

 

Coronavirus: Diese Tipps hat ein fränkischer Experte

Noch keine Verdachtsfälle, doch das Uniklinikum in Erlangen ist vorbereitet – 29.01.2020 12:17 Uhr

Wie kann man sich vor Ansteckung schützen?
Genauso wie bei vielen anderen Erkältungskrankheiten auch: oft die Hände waschen, wenn möglich mit Seife. Das in China entdeckte neue Coronavirus ist von einer Hülle, die auch aus Fetten besteht, umschlossen und gelangt mit Hilfe von Proteinen in dieser Hülle in die Zellen. Seife zerstört diese Hülle. Genauso wichtig: darauf verzichten, jedem die Hand zu schütteln, mit den Händen nicht an die eigene Nase, Mund oder Augen fassen…….”
https://www.nordbayern.de/region/erlangen/coronavirus-diese-tipps-hat-ein-frankischer-experte-1.9775524

VW warnt Mitarbeiter vor dem Händeschütteln

Seien Sie nicht sauer, wenn Ihr VW-Händler Ihnen nicht mehr die Hand gibt.

Der größte Automobilkonzern der Welt fordert seine Mitarbeiter jetzt dazu auf, in Zukunft auf den traditionellen Händedruck zur Begrüßung zu verzichten.

Das geht aus einem internen Schreiben hervor, das der „Automobilwoche“ vorliegt.

Grund: Ansteckungsgefahr in der Grippezeit!

 Die leitende Werksärztin Hannelore Zeugner, der Werksleiter von Wolfsburg Stefan Loth und Betriebsrat Andreas Heim warnen demnach gemeinsam: „Winterzeit ist Erkältungszeit, und keiner möchte sich anstecken.“

Händeschütteln: Wichtiges Ritual contra Hygiene

Hier ein Bericht im MDR Wissen:

15. Oktober ist “Welttag des Händewaschens” Händeschütteln: Wichtiges Ritual contra Hygiene

Sich zur Begrüßung die Hände reichen gehört für viele zum Alltag und zum guten Ton. Im Herbst und Winter, zur Zeit der Erkältungswellen, verzichten viele darauf, denn die Handberührungen gelten als häufigste Übertragungswege für ansteckende Krankheiten. Aber schützt denn nicht das Händewaschen, oder müsste man, wenn man viel mit Menschen zu tun hat, sich ständig die Hände desinfizieren?

von Karsten Möbius

Ein Plädoyer fürs Händewaschen

Ein Fest für Zahlenmystiker: Am 05.05. wird der Tag der Handhygiene begangen. Kein Zufall – die zwei Fünfen im Datum symbolisieren die jeweils fünf Finger an unseren Händen. Der Tag des Händewaschens, der am 15.10. begangen wird, nimmt diese Zahlenspielerei auf. Denn während beim Händewaschen die Hände zwar sauber werden, werden sie bei der Handhygiene mit Hautdesinfektion fast keimfrei. Das ist natürlich vor allem dort wichtig, wo sich Menschen aufhalten, deren Immunsystem vielleicht schon geschwächt ist und wo möglicherweise gehäuft Keime eingeschleppt werden, nämlich im Krankenhaus.

Die zehn Finger des Klinikpersonals sind die zehn häufigsten Übertragungswege für multiresistente Erreger.

Claudia Szczesny, leitende Hygienefachkraft am Uni-Klinikum in Halle

Handwäsche nicht gleich Handdesinfektion

Studien zeigen, dass Handhygiene das effektivste Mittel ist, um eine Ansteckung mit diesen gefürchteten Keimen zu vermeiden. Damit ist nicht das Händewaschen mit Seife gemeint, sondern die Desinfektion der Hände. Den Unterschied erklärt Dr. Dieter Worlitzsch, Leiter des Hygieneinstituts in Halle.

Wenn man richtig desinfiziert, kann man die Keimzahl von Zehntausend auf Eins reduzieren. Beim Händewaschen schafft man es geschätzt vielleicht von Zehntausend auf Eintausend.

Dr. Dieter Worlitzsch, Leiter des Hygieneinstituts in Halle

Beim Händewaschen bleiben also 1.000 mal mehr Keime auf der Hand als bei der Desinfektion. Der entscheidende Unterschied ist: Desinfektion tötet Keime ab, beim Waschen werden Keime nur abgespült. Deshalb wäscht sich das Klinikpersonal eigentlich gar nicht die Hände – außer, wenn sie sichtbar schmutzig sind. Stattdessen werden sie desinfiziert und das sogar ziemlich oft, nämlich nach jedem Patientenkontakt.

Da sprechen wir von 100 bis 200 mal pro Schicht. Arbeitet man enger am Patienten, muss man sich die Hände öfter desinfizieren als wenn jemand reine Schreibtischarbeit erledigt.

Claudia Szczesny, leitende Hygienefachkraft am Uni-Klinikum in Halle

Und Zuhause: Hände waschen oder desinfizieren?

Für den Hausgebrauch ist Handdesinfektionsmittel nach Einschätzung von Claudia Szczesny nicht notwendig. Hauptsache, man wäscht die Hände auch da regelmäßig und benutzt dazu Seife.

Seife ist in erster Linie dazu da, um Fette zu lösen. Damit verringern wir die Haftung von einigen Bakterien. Keimabtötend ist Seife nicht.

Claudia Szczesny

Warmes Wasser, kaltes Wasser: Was reinigt effektiver?

Ob wir zum Waschen kaltes oder lauwarmes Wasser benutzen, spielt keine Rolle, wenn es darum geht, Keime abzuspülen. Beides hat den gleichen Effekt. Auch wenn der lange nicht so gründlich ist wie beim Desinfizieren, reicht das Händewaschen meist aus, um eine Ansteckung über die Hände zu verhindern. Für das Immunsystem kommt es nämlich darauf an, wie viele Keime im Spiel sind. Weder beim Händewaschen – egal wie intensiv und lange – noch bei der Desinfektion werden unsere Hände komplett keimfrei. Das würde unserer Haut auch nicht gut tun, die Keimbesiedlung braucht.

Keime sind immer da, aber man muss sie nicht weiterreichen

Dass immer Keime auf unseren Händen sitzen, weiß Hygieneexperte Dr. Dieter Worlitzsch und behält deshalb beim Abschied genau wie bei der Begrüßung die Hände gefaltet am Körper. Die ausgestreckte Hand des Gegenüber greift ins Leere.

Das hat nichts mit Unhöflichkeit zu tun. Ich bin im Klinikum inzwischen dafür bekannt, dass ich nicht mehr die Hände gebe.

Hygieneexperte Dr. Dieter Worlitzsch

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