Sich die Hände geben ist in der westlichen Kultur eine Form der Höflichkeit. Doch ist dies noch zeitgemäß?

Der inflationäre Gebrauch des Händeschüttels/Drückens hat meiner Meinung nach inzwischen den früheren Sinn „verwässert“.

Viele werden diese Situationen kennen:

Man trifft einige Menschen in einer Runde, allen wird die Hand  gegeben, fast schon reflexartig. Ob es im Verein ist, auf einer Party, oder einer anderen Veranstaltung.

Man macht sich keine großen Gedanken, man gibt die Hand und .......verteilt und/oder bekommt neue „Hausgäste“.

Und es gibt doch einige, die auch lieber auf das Händeschütteln verzichten möchten, aber es ist nicht so einfach:

Muss ich alle Hände schütteln?

"Die allgegenwärtige Händeschüttelei bei jeder Begrüßung, egal ob Arzt, Friseur, Sportgruppe oder Bank stört mich zunehmend. Wie kann ich mich in Grippezeiten dem entziehen, ohne unhöflich zu sein? Meine auf dem Rücken versteckten Hände haben leider bisher nichts genützt."

Quelle:

http://www.tagesspiegel.de/kultur/tagestipps/muss-ich-alle-haende-schuetteln/1586062.html

 

Hier muss ich zugeben, dass ich das kenne.
Ich hatte schon mal 2009 einen Anlauf genommen, mich des Hände-Schüttelns zu verwehren.
Der gesellschaftliche Druck ließ es damals nicht zu. Besser gesagt, ich hatte mich ihm gebeugt.

 

Die Wikipedia sagt zum Händeschütteln/Drücken:

Händeschütteln

Das Händeschütteln ist ein in vielen westlichen Ländern gängiges nonverbales Begrüßungsritual. In anderen Kulturen ist es hingegen traditionell unüblich oder auf gleichgeschlechtliche Kontakte- insbesondere unter Männern - beschränkt.

Ebenso wie viele andere Begrüßungszeremonien wird es normalerweise mit der rechten Hand ausgeführt, außer beim Handschlag des Pfadfindergrußes, dort mit der Linken. Die Hände umfassen sich dabei für einige Sekunden und werden oft rhythmisch auf und ab bewegt. Fehlt diese Bewegung, wird mitunter auch vom Händedruck gesprochen. Ein Vorläufer dürfte das Winken sein, welches ursprünglich wohl dazu diente, dem Gegenüber die leere Waffenhand zu präsentieren. Beim Händeschütteln kommt noch der unmittelbare Körperkontakt hinzu. Als noch intimer können - je nach Kultur - die Umarmung und der Wangenkuss gesehen werden.

In der westlichen Welt gilt beim Händeschütteln unter Männern ein kräftiger Händedruck gewöhnlich als Zeichen für Selbstbewusstsein, Kraft und Willensstärke. Ein sehr schwacher Händedruck kann indes negative Assoziationen hervorrufen. In anderen Regionen, vor allem in asiatischen Ländern, gilt ein starker Händedruck hingegen als unhöflich grob.

Öffentliches Händeschütteln in der Mediengesellschaft wird auf Wunsch von Kameraleuten und Fotografen mitunter auch mehrmals wiederholt.

Aus der Wikipedia: WIKIPEDIA.


Die Gefahr des Händeschüttelns.


Und die Lösung?